Übergabe Klinik Pinneberg


Und auf einmal ist der Moment da – in meinem Bekanntenkreis stand die Geburt eines Sternchens an. Bereits vor rund 10 Jahren war ich mit einer solchen Situation schon einmal kurz in Berührung geraten, aber da war ich erst 16 Jahre alt und hatte noch gar keine Verbindung zu diesem Thema. In dem Alter ist das Thema „Tod“ doch noch ziemlich fern – eigentlich sterben doch nur kranke und ältere Menschen und auf einmal stirbt ein Kind bevor es das Leben erst kennenlernt?

Ich nähe leidenschaftlich gerne für mich oder mal die Kinder in meinem Bekanntenkreis. Ich würde sogar fast sagen, jeder erwartet schon sehnsüchtig eins selbst genähten Teil als Geschenk zur Geburt. Aber was macht man, wenn das Kind viel kleiner ist als die gängigen Größen die ich im Schnittmuster wiederfinde? Nach kurzen recherchieren im Internet fand ich die Gruppe „Sternchennähen“. Der Anlass war nicht wirklich schön, aber trotz einem so traurigen Anlass bin ich auf eine Gruppe toller Menschen gestoßen, die einen von der ersten Minute an unterstützen. Es gab Empfehlungen für die Größe und Auswahl der Schnittmuster. Mir wurde sofort angeboten, dass aus dem Depot fertige Sachen zugeschickt werden. In diesem Fall wollte ich jedoch selbst nähen – mich der Herausforderung die Schnittmuster in Größe 44 und kleiner mit sich bringen stellen. Und es hat geklappt. In so schweren schwarzen Stunden konnte ich wenigstens mit meiner selbstgenähten Hose, einem Oberteil und einem Andenken für die Eltern aus dem gleichen Stoff ein wenig Freude bereiten. Ja das Wort Freude darf auch in diesem Anlass existieren.

Nachdem ich mich dieser wunderbaren Gruppe angeschlossen habe, habe ich Kontakt zu einer örtlichen Klinik mit einer Gynäkologischen Abteilung aufgenommen. Ich musste feststellen, die Geburt von Sternchen kommt häufiger vor als man denkt. Von der Anfrage bis zum ersten Gespräch mit der Regio Klinik Pinneberg sind einige Wochen vergangen. Bei der ersten Vorsprache habe ich die verschiedenen Sachen, die unsere großartige Gruppe ehrenamtlich zaubert, in der Klinik vorgestellt. Alle Beteiligte vor Ort waren total aufgeregt, da die Bilder meiner Anfragemail sie schon begeistert hatten. Dort gibt es eine Arbeitsgruppe „Stille Geburt“ die sich gerade intensiv mit diesem traurigen Thema beschäftigt. Ich stellte Pucksäcke, Mamadufttücher, Einschlagdecken in den verschiedenen Größen, ein Abschiedsboot und auch Kleidung in kleinen Größen für die Frühchen vor. Alle waren sofort begeistert. Es dauerte nicht lange, da kam über die leitende Hebamme eine Liste mit derer Sachen, die Klinik gebrauchen würde.
Gesagt getan – in der Gruppe wurde fleißig genäht und so fand dann am 11.10.2017 die Übergabe statt. Bei der Übergabe war auch der Pressesprecher anwesend und wollte über die Übergabe berichten. Mir wurden die Kartons förmlich aus der Hand gerissen, weil man gar nicht erwarten konnte, was ich wieder für tolle Sachen mitgebracht habe. Die Freude war sehr groß – genau das ist es, was uns alle motiviert. Aber genaueres zu der Übergabe könnte ihr aus der beigefügten Pressemitteilung der Regio Klinik Pinneberg oder unter https://www.regiokliniken.de/funktionalitaeten/presse/presse.html?no_cache=1&tx_aspresse_pi1%5Bitem%5D=8615&tx_aspresse_pi1%5Bpage%5D=1&tx_aspresse_pi1%5BvonJahr%5D=189298800&tx_aspresse_pi1%5BbisJahr%5D=2145999599&tx_aspresse_pi1%5BbackLink%5D=53705 nachlesen.

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